14.04.-15.04. Mit Hunden ganzheitlich trainieren
Dozentin: Elisabeth Beck
Theorie- und Praxiswochenende am 14.-15.04.2012 
Uhrzeit: Sa. 10.00 – 18.00 Uhr,
So. 09.30 – 17.00 Uhr
Seminargebühr: mit Hund 200,– €
ohne Hund 155,– €
Kursbeschreibung:
Ganzheitliches Training betrachtet den Menschen und das Tier als Teile eines Systems, die miteinander in Wechselwirkung stehen. Die moderne Hirnforschung hat in jüngster Zeit die neurobiologischen Grundlagen des Einfühlens (Empathie), der Intuition bis hin zum Resonanzerleben entdeckt und erforscht. Wir wissen heute, dass Resonanzerfahrungen nicht nur zwischen Menschen, sondern auch zwischen Menschen und Tieren möglich sind, und wie sie zustande kommen.
Diese und weitere brandneue Erkenntnisse der Neurobiologie, der Bindungs- und der Stressforschung, sowie der sich gerade radikal verändernden Tierforschung können wir für die Arbeit und das Leben mit Hunden und anderen Tieren nutzbar machen.
Im „theoretischen Teil“ des Seminars befassen wir uns mit
- dem Geheimnis der Spiegelnervenzellen und ihrer Bedeutung für die Arbeit und den Umgang mit Hunden,
- den wichtigsten Tiertrainer-Fähigkeiten, wie: sinnesspezifisch genaue Wahrnehmung, „Denken wie ein Tier“ (Einfühlungsvermögen in Tiere), sowie soziale Intuition und Entscheidungsintuition,
- dem „Zauberknopf im Hundehirn“ (Warum wir unsere Hunde gar nicht motivieren müssen, sondern das Selbstbelohnungs- und Motivationssystem des Hundes nutzen können),
- Neuem aus der Bindungsforschung,
- unterschiedlichen Formen des Lernens und ihre Umsetzung im Training,
- mit der Stressimpfung – warum und wie kreatives Hundetraining der Stressanfälligkeit und Ängstlichkeit von Hunden vorbeugen, bzw. diese reduzieren kann
u.v.m.
In Übungen der Menschen untereinander entdecken und trainieren Sie die Fähigkeiten der Spitzentrainer (Wahrnehmungsgenauigkeit, Intuition, Joint Attention, usw.) Dazu lernen Sie auch ein besonders hilfreiches Feedback-System kennen.
In der praktischen Arbeit mit dem Hund wenden wir das theoretisch und praktisch Erarbeitete auf das Tiertraining an. Dazu biete ich Requisiten und “Trickvorschläge” an, die den meisten Teilnehmern nicht vertraut sein werden, so dass jeder die Gelegenheit hat, etwas wirklich Neues auszuprobieren.
Das ganzheitliche Training will dabei keine weitere Methode des Hundetrainings sein, sondern ein offener Ansatz, der sich ständig weiterentwickeln kann und soll. So finden in der praktischen Arbeit mit dem Hund durchaus bewährte Trainingstechniken Anwendung, wie etwa Clickertechniken, Einsatz der Körpersprache usw.
Dieses Seminar hat nicht das Ziel, den Hunden etwas Bestimmtes beizubringen. Es geht vielmehr darum, die eigenen Trainerfähigkeiten besser kennen und bewusster nutzen zu lernen.
Voraussetzungen in dem Sinn gibt es keine, jedoch wäre etwas Erfahrung mit dem Clickertraining sehr wünschenswert. Mitzubringen sind Clicker und Futterbelohnungen und alles, was die Hunde brauchen, um sich wohlzufühlen – Decken, Körbchen, Boxen, wie es jeder möchte.
Etwas zum Knabbern eignet sich gut, um den anfänglichen Stress in der neuen Umgebung abzubauen!)
Herzlich Willkommen,